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02.12.2008 | 17:50
Volleyball Bergmann raus geschmissen
(RP) Weil es der ehemalige aon Hotvolleysspieler bei seinem neuen Verein PAOK Saloniki „wagt“, nach der Gehaltszahlung zu fragen, wird er erpresst und muss sich dem Druck der Griechen zähneknirschend beugen.
Seit knapp 20 Jahren ist Ralph Bergmann Volleyball-Profi, aber so etwas ist ihm noch nie passiert: Der Verein PAOK Saloniki hat den Olympia-Teilnehmer von Peking, der zu Saisonbeginn vom Moerser SC nach Griechenland gewechselt war, rausgeschmissen, nachdem Bergmann mehrmals die Zahlung seines Gehalts reklamiert hatte. „Dieses Verhalten des Vereins muss ich erst mal sacken lassen“, sagt der 38-jährige Volleyball-Globetrotter.
Nachdem Bergmann Mitte November nach seinem Oktobergehalt gefragt hatte, überschlugen sich die Ereignisse, und der Verein setzte ihn massiv unter Druck. „Ich wurde persönlich angefeindet und regelrecht erpresst“, erzählt Bergmann. Die Griechen teilten ihm mit, falls er den „Letter of Release“ mit der Unterschrift des Vereins erhalten wolle, müsse er sich fügen. Das Schriftstück ist unabdingbar, um sich einen neuen Verein zu suchen. Bergmann willigte nach anwaltlicher Konsultation notgedrungen ein, um nicht die Möglichkeit eines Vereinswechsels innerhalb des Transfer-Fensters (bis zum 31. Dezember) zu verpassen. „Ich hätte mit einer Klage glänzende Erfolgsaussichten gehabt, aber das hätte sich lange hin gezogen. Man muss wissen, dass PAOK als notorisch pleite gilt“, mutmaßt der ehemalige MSC-Akteur. Mittlerweile ist er mit seiner Familie wieder in Deutschland (500 Euro bekam er von PAOK für den Flug in die Hand gedrückt) und überlegt sich weitere Schritte.
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